Angstpatienten

Zahnarztangst - Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Tätigkeit

Angst ist ein Problem für viele Patienten

Behandlungsbereiche

Angst vor der Zahnbehandlung ist ein weit verbreitetes Problem. Auch wenn der überwiegende Teil der Bevölkerung regelmäßig einen Zahnarzt aufsucht, leiden doch etwa 5 - 10% unter einer so starken Angst, dass sie den Weg in die Zahnarztpraxis erst dann finden, wenn die Zahnschmerzen für sie unerträglich geworden sind.

Diese ausgeprägte Form der Zahnbehandlungsangst wird Oralophobie oder Dentophobie genannt. Symptome sind bei zahnärztlichen Behandlungen auftretendes Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Würgereiz, Übelkeit, Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufkollaps.

Wenn auch nur eine Minderheit der Patienten von dieser extremen Form der Zahnarztangst betroffen ist, so empfinden doch nach Umfragen etwa 70% der Gesamtbevölkerung deutliche Angst beim Zahnarztbesuch.

Ursachen der Dentophobie können sein:

- Traumatisierende Erlebnisse in der Kindheit und Jugend
- Furchterregende Erzählungen anderer (oft der eigenen Eltern)
- Allgemein Furcht vor Schmerz
- Spritzenangst / Spritzenphobie (Angst vor der Betäubungs-Spritze)
- Angst vor Kontrollverlust
- Scham über Zustand der eigenen Zähne
- Starker Würgereiz oder Brechreiz bei Zahnbehandlungen (z.B. Abdrücke)
- Generalisierte (allgemeine) Phobien, Psychosen und Ängste

Oft kann man auch gar keine Ursache für die Dentophobie ermitteln, es handelt sich dann um eine "angeborene Urangst", die man z.B. mit der weit verbreiteten Angst vor Spinnen vergleichen kann.

Mögliche Folgen der Dentophobie:

Für die Zahngesundheit und das Allgemeinbefinden kann die Vermeidung des Zahnarztbesuches wegen Zahnarztangst oft verheerende Folgen haben. Entzündungen und Schmerzen an Zähnen, Zahnfleisch und Kieferknochen können Kau- und Verdauungsfunktionen beeinträchtigen. Aber auch das Aussehen leidet und viele Angstpatienten schämen sich wegen Ihren schlechten Zähnen und dem Mundgeruch, den diese verursachen. Das oft schon angeschlagene Selbstbewusstsein der Patienten erleidet so weiteren Schaden. Oftmals wagen sie nicht einmal, über Ihre Ängste zu reden, weil Sie in der Vergangenheit von Bekannten oder sogar vom Zahnarzt deswegen ausgelacht worden sind. So entsteht ein Teufelskreis, der alles nur noch schlimmer macht.

Unsere Strategie gegen Zahnarztangst:

- Psychologischer Stressabbau
- Schonende, schmerzlose Behandlung
- Behandlung in Vollnarkose

Schonende Behandlung - Schmerzlose Betäubung

Eine stressfreie, entspannte Atmosphäre vor, während und nach der Behandlung ist dabei eine wichtige Voraussetzung. Dazu gehört die Vermeidung unnötiger Wartezeiten, angenehme, dezente Musik im Wartezimmer sowie in den hellen, modernen Behandlungsräumen, in denen man den typischen "Zahnarztgeruch" vergeblich sucht.

Bei Patienten, die an Dentophobie leiden, wird das erste Beratungsgespräch nicht im Behandlungszimmer, sondern in einem "neutralen" Besprechungsraum ganz ohne zahnärztliche Gerätschaften geführt.

Entscheidend ist natürlich eine schmerzfreie und schonende Behandlungstechnik. So verzichten wir z.B. bei der Behandlung einzelner Zähne (z.B. Füllungen, Kronen etc.) auf die traditionelle Injektion mit der Betäubungsspritze. Stattdessen wird der Zahn mit der modernen intraligamentären (Peripress-) Technik betäubt.
Gerade für Patienten mit Spritzen-Angst ist das ein großer Vorteil:

- Kein Nadelstich mehr durch die Schleimhaut
- Praktisch schmerzfreie Applikation
- Sofortiger Wirkungseintritt
-
Keine Betäubung der Lippe, Wange oder Zunge

Unser Ziel: Behandlung ohne Angst und Stress

Bei vielen Patienten reichen diese allgemeinen Maßnahmen jedoch nicht aus, um die in vielen Jahren angestaute Furcht zu überwinden. Trotz positiver Erfahrungen ("tut ja wirklich nicht mehr weh") verliert der Albtraum Zahnarzt nur wenig von seinem Schrecken. Daher verfügt unsere Praxis über Einrichtungen, die eine angstfreie und entspannte Behandlung auch in schwierigen Fällen ermöglichen.

Bei Dentophobie-Patienten ist es stets unser wichtigstes Ziel, die Angst vorm Zahnarzt schrittweise abzubauen. Dies gelingt nur mit durch den Aufbau eines intakten Vertrauensverhältnisses zwischen Patient und Zahnarzt. Am Ende der Behandlung sollten nicht nur die Zähne des Patienten saniert, sondern auch seine Psyche soweit gefestigt sein, dass er in der Lage ist, eine Zahnbehandlung ganz normal und angstfrei zu absolvieren. Aus hunderten von erfolgreich behandelten Fällen wissen wir, dass dieses Ziel erreichbar ist.

Angst nehmen

Etwa 60 bis 80 Prozent der Bevölkerung gibt an, dass sie Angst vor dem Zahnarzt haben.

Man kann dies noch etwas genauer definieren:

Etwa 20 Prozent der Bevölkerung gibt an, dass es eine kleine Angst bzw. ein Unbehagen ist.

Bis zu 35 Prozent der Bevölkerung gibt jedoch an, eine sehr große Angst, bis hin zur Panik zu haben.

Diese ist besonders groß vor einer Wurzelbehandlung.

Generell sind die Ängste wesentlich kleiner bei Patienten, die regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen...

Wussten Sie schon?

6 Punkte die beim Zahnarzt Unbehagen erzeugen können:

1. Bohrgeräusche

2. Vibration des Bohrers

3. Der Geruch durch das
  
  Desinfektionsmittel

4. Spritze sehen

5. Geräusch vom Sauger

6. Wartezeiten

Info

Immer schön lächeln
Angstpatient
Aesthedent

Lächeln ist die beste Art, den Leuten die Zähne zu zeigen...

Werner Finck Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller